Der IT Notfallplan – Wie Ihre Firma die IT prompt wieder einsatzfähig bekommt

Der EDV Desaterplan – Wie Sie in einer EDV-Notlage handeln müssen

Bitte nehmen Sie sich einmal fünf bis fünfzehn Minuten und studieren die folgenden Abschnitte chronologisch . Danach wird Ihr Betrieb manche Hinweise bekommen, mit der Sie Ihr Unternehmen in puncto IT Schutz bald noch passender schützen können.

Hand aufs Herz: Kennen Sie die Verfahren, die in Ihrem Betrieb dazu führen ihre IT im Falle eines Katastrophenfalles erneutder funktionstüchtig zu machen?
Schildern Sie doch bitte einmal verschiedenen Mitarbeitern Ihrer IT-Referat nachfolgenden theoretischen Fall: Alle Server sind aufgrund eines Feuers bzw. anderen Elementarschadens nicht mehr einsetzbar. Fragen Sie die IT-Mitarbeiter, mit welchem Verfahren sowie nach welcher Anleitung und vor allem in welcher Schrittweise die EDV wieder startklar gemacht werden kann.
Wenn Sie jetzt verschiedene oder gar unterschiedliche, unter Umständen auch widersprüchliche Reaktionenerhalten, dann benötigen Sie unbedingt einen schwarz auf weiß verfassten IT Notfallplan.

Wozu dient ein IT Wiederherstellungsplan?

Ein IT Notfallplan dient als Richtlinie bzw. als Handbuch für einen vehementen Krisenfall in Ihrer EDV. Dieses kann ein Elementarschaden-wie etwa ein Brand oder ein Hochwasser – aber auch ein anderes schwerwiegendes externes Ereignis sein. Genauso kann ein EDV Defekt dadurch entstehen, dass Beschäftigte Ihrer Firma – absichtlich oder unabsichtlich – Fakten entfernen oder schlimmer noch ein Hacker von außen auf Ihren Betrieb zugreift und zum Beispiel Daten löscht oder verändert.

In so einem Fall muss ihre IT Abteilung prompt, zuverlässig und zielstrebig den für Ihren Betrieb „passenden“ Zustand ihrer IT Geräte wiederherstellen sowie hinterher sichergehen, dass derartige Geschehnisse sich tunlichst nicht wiederholen.

Das nachfolgende Beispiel ist ein konkretes Szenario, das in der tägöochen Praxis bedauerlicherweise jederzeit wieder vorkommt: Ein Brand im Rechenzentrum Ihrer EDV-Abteilung.


Ein Feuer in den Räumen Ihrer Firma ist an sich schon ein GAU. Wie Sie trotzdem in so einem konkreten Fall vom verschmorten Rack bzw. zerstörten Servern wieder zu einer funktionsfähigen IT kommen, beschreiben wir nachfolgend.

Durchführung bei einem IT-Notfall:

In einem derartiger Fall, gehen Sie bitte exemplarisch folgendermaßen vor:

  • Stellen Sie eine Team mit allen relevanten Leute Ihres Betriebes zusammen, die entweder an der Problembewältigung des Schadens mitarbeiten werden oder direkt betroffen sind. Es kann sich hier anbieten bzw. es ist unter Umständen zu empfehlen ein geteiltes Team aufzustellen, ein so genanntes Kernteam, das die eigentliche Störungsbehebung erledigt sowie ein erweitertes Team welches „nur“ auf dem Laufenden gehalten werden muss.
  • Stellen Sie fest, welche Informationen bzw. EDV Systeme aus unzerstörten Beständen zugänglich sind und durch externe Informationen wiederhergestellt werden können.


    Ganz wichtig: Bitte versuchen Sie auf keinen Fall defekte Hardware alleine bzw. in Eigenregie wieder betriebsbereit zu machen. Dies ist meist, die Ihre Firme externen IT Profis anvertrauen sollten.
    Bei der Suche nach externen Quellen für Ihre existierenden Daten kommen zum einen ihre Lieferanten für Hardware infrage, die Ihnen meist schnell neues Equipment liefern. Viel zentraler ist ungeachtet, dass sie mit vorhandenen Backups oder anderen Quellen ihre ursprünglichen Betriebsinformationen, zum Beispiel elektronische Akten, interne EDV-Datenbanken oder Ähnliches wiederherstellen können.
  • Bewerten Sie den Gesamtschaden. Viel wichtiger: Erstellen Sie eine Schätzung, wie lange die Unterbrechung bzw. Wiederherstellung dauern wird. Während sie die voraussichtlichen Kosten der Beschaffung in der Regel nur mit ihrer Direktion diskutieren müssen und es hier meist kaum eine Wahl gibt, ist die Zeit zur Wiederinbetriebnahme ein eine wesentliche Information, die möglichst viele Mitarbeiter in Ihrer Firma wissen müssen.
    Der Rat an dieser Stelle: Einen Mitarbeiter für die Kommunikation zum Rest des Betriebs bzw. zu ihren Mitarbeitern abzustellen und diesen ausdrücklich mit dem Probleme der Kommunikation zu beauftragen.

  • Nehmen Sie nun Ihren IT-Wiederherstellungsplan zur Hand und folgen Sie diesen dann schrittweise. Für den Fall, dass Sie noch keinen ausgearbeiteten bzw. fertigen IT Notfallplan besitzen, sollten Sie nun umgehend eine Vorgehensweise definieren das den Mitarbeitern dabei hilft die wesentlichen Dinge und Entscheide in der richtigen Abfolge zu erledigen.
    Wenn Sie noch keinen ausgearbeiteten IT Notfallplan parat haben, so empfehlen wir Ihnen, einen externen EDV Spezialisten für dieses Problem temporär hinzuzuziehen.

  • Halten Sie im Verlauf der Arbeiten zur Wiederherstellung ihrer IT sicher Ihre Angestellten und Schlüsselpersonen informiert. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der IT Geräte können schlimmstenfalls viele Tage dauern. Während dieser Zeit ist es gut möglich, dass ihr Geschäftsbetrieb besonders instabil oder im schlimmsten Fall unterbrochen ist. Deshalb haben oftsowohl Kollegen als auch die Geschäftsführung und in aller Regel auch Ihre Kunden natürlich den Wunsch über das Ausmaß und die Zeitdauer des Schadens unterrichtet zu werden.

  • Führen Sie das Wieder-Anfahren der EDV ohne Frage stück für Stück durch sowie halten Sie sich an die in ihrem Skript definierten Reihenfolgen. Genauso hier sei wiederum erwähnt, dass der Informationsaustausch der einzelnen Schritte sowie die Einhaltung des Kommunikationsplans aus Ihrem EDV Notfallplan wichtig sind.

  • Protokollieren Sie die einzelnen Arbeitsschritte die sie bereits getan haben wie auch die Ergebnisse dieser Handlungen. Eine klar dokumentierte Protokollierung sämtlicher Tätigkeiten und Vorgehensweisen hilft Ihnen nachträglich, den IT Notfallplan anzupassen, zu aktualisieren bzw. unter Umständen vollständig zu berichtigen.

Die bisherige Auflistung dient lediglich zu einer groben Orientierung, um Ihrer Firma ein plastisches Bild eines IT Notlage zu geben. Zusätzlich zu der fassbaren Gefahr durch ein Feuer, durch einen Wasser- oder weitere Elementarschäden existieren selbstverständlich – bedauerlicherweise heutzutage – noch ganz andere, viel offensichtlichere Risiken, dass ihre EDV gestört ist oder einen Fehler aufweist.
Dabei gehört neben menschlichem Versagen insbesondere vor allem die Bedrohung eines Diebstahls innerhalb des Unternehmens wie von außen. Da Organisationen sich oft nicht völlig gegen sämtliche Schäden absichern können, empfehlen wir Firmen einen ausgearbeiteten EDV Katastrophenplan wenigstens einmal im Jahr zu revidieren und mindestens einmal (in der Regel nach der Fertigung) konkret zu testen und damit auf Plausibilität zu überprüfen.

Die hierfür zu leistende Arbeit ist zwar erheblich. Sie lohnt sich aber in jedem Fall, da Sie für den die Notsituation die passende Blaupause liefert.

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